Berufsbild

Beruf Szenenbildner: Jürgen Weiß

Damit WDR-Wahlmoderator Jörg Schönenborn nicht blass wirkt, wenn er im Brennpunkt Wahlergebnisse analysiert, wird er niemals in roter Kulisse auftreten. Damit „Frau tv“ mit Journalistin Lisa Ortgies warm und zugewandt wahrgenommen wird, wird die Kulisse auf klare Lin­ien und Edelstahl verzichten. Für das und noch viel mehr ist Jürgen Weiß verantwortlich. Doch während er früher echte Modelle für eine Kulisse baute, entwirft er heute alles am Rechner als Szenenbildner beim WDR.
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Presserat veröffentlicht Leitsätze zum Kodex

Der Deutsche Presserat hat wie angekündigt Leitsätze veröffentlicht, die die Regeln für die Kriminalberichterstattung in Richtlinie 12.1 des Pressekodex ergänzen. Diese Richtlinie war mit Blick auf den Diskriminierungsschutz kürzlich präzisiert worden.
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Fuß fassen mit guten Ideen und Zivilcourage

Mehr als 50 junge Leute waren am 21. April in den Hessischen Rundfunk (HR) gekommen, um sich über einen Einstieg in den Journalismus zu informieren. Geboten wurde ein Kontrastprogramm, das verdeutlichte: An der Ausbildung zum Hörfunk-Journalismus im HR wäre einiges zu verbessern. Vorgestellt wurden dagegen Ansätze, die ewig-gestrige Vorstellung „Lehrjahre sind keine  Herrenjahre“ in der Berufsausbildung zu umgehen.
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Frauenfilmfestival bleibt politisch

Seit 30 Jahren gibt es nun das Internationale Frauenfilmfestival (IFFF) im jährlichen Wechsel in Köln und in Dortmund. Vom 4. bis 9. April fand es in diesem Jahr unter dem Titel „Alles unter Kontrolle“ in der Ruhrpott-Metropole statt. Es ist sich treu geblieben, war von Beginn an orientiert am aktuellen politischen Geschehen.  
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„#Polarisierung“ auf der LiMA

Die 17. Linke Medienakademie vom 2. bis 6 April in Berlin hat sich der „#Polarisierung“ gewidmet. Neben zahlreichen, zum Teil schon im Vorverkauf ausgebuchten, Kursen zur Medienarbeit griffen vor allem die Abendveranstaltungen konfrontative Themen auf. Beispiele waren die etablierten und die sozialen oder kommunalen Medien in Südamerika sowie die mögliche Meinungsmanipulation durch Social Bots.
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Buchtipp: Plädoyers für guten Journalismus

Die Berufsaussichten und die Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten verschlechtern sich, die Zukunftsfähigkeit des Berufs steht infrage und neuerdings wird die Lauterkeit der dort Arbeitenden bestritten. In einem Buch aus dem Frankfurter Westend-Verlag beleuchten die beiden Herausgeber, Professoren an der Technischen Universität Dortmund, zusammen mit 14 jungen Journalismus-Absolvent_innen Aspekte des „Vertrauensverlusts“ der Medien.
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Freiwillige Job-Auszeit im Flüchtlingscamp

Er hat einen guten Job. Verreist viel und auch sonst mangelt es ihm an nichts. Doch der Cross-Media-Manager hat erstmal einen Schlussstrich unter sein Sorglosleben gezogen. Ostersonntag zieht Sven Weiss für ein Jahr nach Griechenland in ein Flüchtlingscamp, um aktiv mit anzupacken in der Flüchtlingshilfe. Sein Arbeitgeber, der Axel-Springer-Verlag, begrüßt dieses Engagement. „Ich wurde beurlaubt. Niemand hatte etwas dagegen. Im Gegenteil“, erzählt der Düsseldorfer.
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Geteiltes Echo zur neuen Kodexregel

Das Plenum des Deutschen Presserats hat eine Neufassung der Regeln für die Kriminalitätsberichterstattung beschlossen. Redaktionen werden verpflichtet, stets sorgfältig zu prüfen, ob die Erwähnung der Herkunft von Straftätern durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt ist. Die Änderung der Richtlinie 12.1 des Pressekodex hat geteiltes Echo hervorgerufen. Wir sprachen mit Manfred Protze, seit 2016 Sprecher des Presserats.
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Zwischen Filterblase und Echokammer

Die Kluft scheint unüberbrückbar: hier die Wutbürger, dort die sogenannten Eliten aus Wirtschaft, Politik und Medien. Eine gewisse Diskrepanz hat es schon immer gegeben, aber nie schienen die beiden Seiten so unversöhnlich. Großen Anteil an dieser Entwicklung haben nach Ansicht des Kommunikationswissenschaftlers Wolfgang Schweiger die sozialen Medien mit ihren Filterblasen und Echokammern.
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Publizieren wird zur Mutprobe

Eine aktuelle Umfrage unter Journalist_innen zu ihren Erfahrungen mit Gewalt zeigt: Verbale und körperliche Attacken gehören für die Mehrheit der Befragten mittlerweile zum Berufsalltag. Doch in vielen Redaktionen findet keine systematische Auseinandersetzung mit den Angriffen statt, deshalb brauche es mehr Unterstützungsmaßnahmen. Die Studie liefert Ansätze, wie diese aussehen könnten.
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Mensch und Maschine

Digitalisierung hat Mediennutzung und Medienproduktion geprägt. Offensichtlich. Jetzt beginnt Künstliche Intelligenz, KI, die Medienarbeit und das Medienschaffen zu verändern. In der öffentlichen Diskussion und im politischen Diskurs überwiegt oft die angenommene Konkurrenz von Mensch und Maschine. Das kann manchmal dazu führen, eine Bestandsgarantie für Fließbandtätigkeiten in der Produktion, aber auch in der Wissensarbeit zu fordern, wobei wir doch viel interessantere Ergebnisse erzielen, wenn wir die maschinellen Vorteile mit den menschlichen Begabungen verbinden. So ist das auch mit der Nutzung von KI für Journalistinnen und Journalisten.
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Beruf Festivalarbeiter: Ludwig Sporrer

Etwa 2.500 Filme hat Ludwig Sporrer in seinem Leben schon gesehen. Und es kommen fast jeden Tag neue hinzu: Sporrer ist Festivalarbeiter. Ein Beruf, den es offiziell gar nicht gibt. Und der deswegen ganz vieles ist: Eventmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Personalverwaltung – und Selbstausbeutung.
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„Nicht schaden“

Kriege, Naturkatastrophen, Terroranschläge, Unfälle, Gewaltverbrechen – „90 Prozent aller Nachrichten sind traumatisierende Ereignisse”, sagt Petra Tabeling, Journalistin und Trainerin, im Gespräch mit M. Sie leitete bis 2015 das Dart Center in Köln und arbeitet jetzt für die Plattform „Nicht schaden”, die einzige Institution in Deutschland, die zu „Trauma und Journalismus” Schulungen für Medienschaffende anbietet.
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Landesmutter besiegt Alpha-Männchen

„Angela Merkel – Mutti oder Eiskönigin“, fragt eine ARTE-Dokumentation über die Bundeskanzlerin im Dezember 2016. „Die SPD-Basis feiert ihre 'Landesmutter'", titelt das Handelsblatt im Februar 2017 zum Wahlkampfauftakt von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Zwei Amtsinhaberinnen stellen sich im Mai und im September wieder zur Wahl. Ist Politik weiblicher geworden und haben sich die Medienbilder gewandelt – hin zu mehr Gleichstellung?
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Gegen Trump & Co mit Transparenz & Kontext

Globalisierung und Digitalisierung führen tendenziell zu sozialer Desintegration, so Medienethikprofessor Alexander Filipović bei der Eröffnung der Jahrestagung des Netzwerks Medienethik in München. Wird die Integrationsfunktion der Medien zum „Auslaufmodell“? Die Tagungsteilnehmenden waren sich einig, dass diese Aufgabe wichtiger ist denn je – angesichts aufkommender Nationalismen und Social Media-Kommunikation in Echokammern und Filterblasen. 
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Den Ball flach halten

Es ist schon fast ein erwartbarer Mechanismus, wie er wohl zu allen großen Preisverleihungen unserer Zeit gehört. So auch zur Wahl zum Pressefoto des Jahres. Kaum verkündete Mitte des Monats die Amsterdamer World Press Foundation ihre Entscheidung, schossen die Kritiken ins Land. Dieses Mal, so die Kritiker, habe man dem menschenverachtenden Terror ein Forum geboten und sich in einem komplexen politischen Konflikt auf die Seite einer Partei gestellt.
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