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Umkämpftes Recht

Der stetige Blick der dju und auch von M auf die Pressefreiheit in vielen Ländern trifft auf ein erschütterndes Bild. In der Türkei sitzen derzeit mehr als 100 Journalisten im Gefängnis. In Syrien wird offenbar gezielt auf Journalisten geschossen. Erst am 26. März kamen bei einem Angriff syrischer Truppen in Darkusch zwei Kollegen ums Leben. Das sind nur einige Beispiele. Dennoch lohnt es auch zu schauen, wie es um die Pressefreiheit in Deutschland bestellt ist.
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Lügen haben kurze Beine

 | Schleichwerbung ist verboten. Wer erwischt wird, erhält zumindest vom Deutschen Presserat eine Zurechtweisung. So bekam der Weser-Kurier Mitte März eine „öffentliche Rüge“ für sein „Objekt der Woche“ im Immobilien-Teil der Zeitung. Hier werden jeden Samstag neue Häuser und Projekte angepriesen mit Fotos sowie Hinweisen auf Vertriebsfirma und Servicedaten. Was wie Werbung wirkte, aber nicht als solche gekennzeichnet war, sondern im selben Layout wie redaktionelle Beiträge erschien, stieß einem Leser auf. Er reichte Beschwerde beim Presserat ein. „Verleger und Redakteure ... achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu…
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Syrien: Zielscheibe Berichterstatter

Seit mehr als einem Jahr protestiert die Opposition in Syrien gegen Präsident Baschar el-Assad. Nur selten können Journalistinnen und Journalisten direkt aus dem Land berichten – Arbeitsvisa erteilt die Regierung in Damaskus nur selten und selektiv. Entsprechend unzuverlässig und oft auch interessengeleitet sind viele Informationen, die aus Syrien nach außen dringen.
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Senden über London nach Mogadischu

In Mogadischu herrscht seit 20 Jahren Krieg. Journalisten können nur unter Lebensgefahr über die Probleme ihres Landes berichten. Zwei somalische Journalisten haben in Deutschland Zuflucht gefunden. Zurzeit sind sie dabei, den Verein SEJOG – Somali Exiled Journalist Organisation Germany, zu gründen. Unterstützung haben sie bei Reporter ohne Grenzen (ROG) gefunden. Autorin Marily Stroux kam mit ihnen ins Gespräch und hilft ihnen, Fuß zu fassen.
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R-mediabase für kritische Fotografie

Seit Jahren gilt die gesellschaftskritische Fotografie als tot. R-mediabase will deshalb der herrschenden, von Beliebigkeit, Werbung oder politischen Interessen dominierten Bilderwelt eine Gegenöffentlichkeit bieten. Damit sind Fotos gemeint, die in den Massenmedien normalerweise nicht vorkommen. R-mediabase ist davon überzeugt, dass die herrschende Bildindustrie die Wirklichkeit manipuliert, ein Selbstbetrug an Gegenwart und Realität ist und die wirklichen Lebensumstände der Menschen ignoriert.
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Türöffner für Recherche – keine Rabattmarke

Die Debatte über Sinn und Unsinn spezieller Journalistenrabatte ist vermutlich so alt wie der Journalistenberuf selbst. Unter dem Eindruck der Wulff-Affäre hat sie in jüngster Zeit an Schärfe gewonnen. Einige Unternehmen wie Air Berlin, Deutsche Bahn und Telekom haben diese Debatte zum Ausstieg aus Sonderkonditionen für Medienvertreter genutzt. Ist ein besonderer Journalistenrabatt legitim oder bildet er das Einfallstor zur Korruption?
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Presserat mit neuer Sprecherin

Ursula Ernst (DJV), Redakteurin der Augsburger Allgemeinen, ist am 14. März zur neuen Sprecherin des Deutschen Presserats gewählt worden. Sie löst damit turnusgemäß nach zwei Jahren Bernd Hilder (BDZV) ab. Als stellvertretenden Sprecher wählte das Plenum Tilmann Kruse (VDZ), Justitiar Gruner + Jahr AG & Co KG. Neuer Vorsitzender des Trägervereins des Deutschen Presserats ist Dirk Platte, Justitiar des VDZ. Sein Stellvertreter ist Kajo Döhring, Hauptgeschäftsführer des DJV. Auch für zwei Beschwerdeausschüsse wurden Vorsitzende gewählt: Manfred Protze (dju in ver.di) Vorsitzender Beschwerdeausschuss 1; Tilmann Kruse (VDZ) stellvertretender Vorsitzender…
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Für unabhängige Berichterstattung

Ulrich Janßen, Vorsitzender der dju in ver.di: „Gegen Presserabatte spricht, dass sie auf die Unabhängigkeit von Journalistinnen und Journalisten abzielen. Ob dies Ziel damit erreicht wird, ist dabei nicht entscheidend. Schon das Geschmäckle, das ein unbeteiligter Dritter spürt, ist schädlich. Journalisten sollten allein schon den Anschein von Vorteilsannahmen vermeiden. Nun sind Journalistinnen und Journalisten nicht auf Rosen gebettet, jedenfalls die meisten nicht. Viele Freiberufler/innen und zunehmend auch fest angestellte Kolleginnen und Kollegen leiden unter rückläufigen Einkünften, etliche unter Dumpinglöhnen/-honoraren. Vor diesem Hintergrund mögen Presserabatte…
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Tarifabschluss im Institut für Rundfunktechnik München

Seit Ende März gibt es auch für das Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München eine Tarifeinigung. Es war bis zuletzt strittig, wie die Übertragung des Tarifabschlusses des Bayerischen Rundfunks (BR) auf das IRT aussehen kann, da es beim BR mit dem neuen Tarifvertrag solidarische Umschichtungen zwischen unterschiedlichen Mitarbeitergruppen des BR gegeben hatte; Mitarbeitergruppen, die es beim IRT gar nicht gibt.
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US-Gericht weist Blogger-Klage ab

 
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Gratwanderung in einer Grauzone

Ein Prosit auf die Presse! Stoßen Sie an auf Ihren Job und machen Sie Ihr Spiel! Und das alles noch mit einem Glas Prosecco „als Willkommensgetränk in allen österreichischen Casinos“ – wenn, ja wenn Sie einen ÖJC-Presseausweis vorweisen können. „Anfüttern“ von Politikern ist pfui? „Antrinken“ von Pressevertretern okay? Wer unsaubere Geschäfte anderer kritisieren will, muss auch den eigenen Laden sauber halten. Da müssen sich Journalisten auch kritische Fragen gefallen lassen. Denn sie sind mitten unter uns: die Rabattjäger mit Presseausweis.
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Gegen illegale Angebote im Netz


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Ein Meister in Bild und Ton

Jedes Jahr gehen rund 1.800 junge Menschen in den Ausbildungsberuf Mediengestalter Bild und Ton, etwa 100 fangen eine Ausbildung zum Film- und Video-Editor an. Sie arbeiten in großen öffentlich-rechtlichen oder privaten Sendern, aber auch in ganz kleinen Firmen zur Filmproduktion. Für sie alle gibt es demnächst eine neue Chance zur Fortbildung: den Geprüften Meister Medienproduktion Bild und Ton.
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Identitätsstifter

Das Eastern Cape ist das Armenhaus Südafrikas. Mit Ausnahme der kolonial geprägten Metropolen Port Elizabeth und East London ist die zu Apartheid-Zeiten in Homelands zerstückelte Provinz strukturschwach und ohne nennenswerte Wirtschaft – keine guten Voraussetzungen für den lokalen Zeitungsmarkt. Die meisten Gemeinden mussten daher lange ganz ohne lokale Medien auskommen. Ländliche Kleinunternehmer und passionierte Journalisten versuchen das inzwischen zu ändern. Sie wollen nicht nur Papier und Anzeigen verkaufen, sondern ihren lange unterdrückten Gemeinschaften auch eine Identität geben. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt sie dabei.…
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Vom Wert der kreativen Leistung

„Mehr Respekt vor der kreativen Leistung“ forderte die Initiative Urheberrecht anlässlich des Internationalen Tages des Urheberrechts am 26. April. „Die Basis professioneller Berufsausübung von Urhebern und Künstlern darf nicht zerstört werden“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Initiative, der neben ver.di weitere 28 Organisationen und Berufsverbände aus den Bereichen Journalismus, Literatur, Musik, Film und Bild angehören.
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Lebenslügen

In einem Offenen Brief wenden sich 51 Tatort-Autoren an die Politik – die Grünen, die Piraten, die Linken – und an die Netzgemeinde. Darin erkennen sie an, dass sich die Adressaten „eines veritablen Problems annehmen wollen, das die zwei großen, am Internet hängenden „Parteien“ betrifft: Die schlechte Lage der Urheber, ihre unangemessene Vergütung und die millionenfache illegale Nutzung von urheberrechtlich geschützten Inhalten auf der einen Seite, 600.000 Abmahnungen von Usern und die Möglichkeit von Netzsperren und (anlassloser) Vorratsdatenspeicherung, die Sie gerne Zensur nennen, auf der anderen Seite“. M sprach darüber mit Drehbuchautor Pim G. Richter, einem…
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