Pressefreiheit

Webseite für zensierte Inhalte

Reporter ohne Grenzen hat bereits Ende November eine neue Webseite für zensierte Inhalte freigeschaltet. Auf www.wefightcensorship.org sind Artikel und Videos zugänglich, die in bestimmten Ländern nicht in den Medien auftauchen oder für die ihre Urheber verfolgt werden.
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Freie Presse im Aufwind

Das Reformtempo von Myanmar (Birma) erinnert an einen alten Hit der Rockband Fehlfarben: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!“ Das lange isolierte Myanmar ist seit der Machtübernahme der quasi-zivilen Reformregierung von Präsident Thein Sein ein Land im Übergang von einer Militärdiktatur zu einer offenen Gesellschaft. Der Umbruch ist radikal – obwohl die alte Junta den Übergang choreographiert hat und dank der maßgeschneiderten Verfassung das Militär noch immer die Marschordnung bestimmt. Ein Gradmesser für den Erfolg des „Yes, we can“ à la Myanmar wird die Pressefreiheit sein. Um die ist es zunächst gut bestellt.
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Folter als Arbeitsmethode

Spanien wurde im Oktober vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verurteilt, den Direktor der Baskischen Tageszeitung Euskaldunon Egunkaria zu entschädigen. Nach seiner Verhaftung und der Schließung der Zeitung 2003 war Spanien auch der Folteranzeige von Martxelo Otamendi nicht nachgegangen. Das Land habe die Menschenrechtskonvention verletzt, wonach „niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen“ werden dürfe, heißt es im Urteil. Otamendi zeigte sich „zufrieden“, Gerechtigkeit gefunden zu haben. Doch Bitterkeit bleibt: „Es ist billig in Spanien zu foltern“, sagte der Direktor der neuen Zeitung…
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Zaghafter Wandel in Chile

Die Medienlandschaft des südamerikanischen Landes ist zu großen Teilen im Besitz vermögender Familien und ihrer Wirtschaftsimperien. Doch neue Onlineportale und ein landesweiter Radiosender halten dagegen.
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Bei der Berufsausübung getötet

Mehr als 100 Journalistinnen und Journalisten sind von Anfang bis Ende Oktober dieses Jahres in Ausübung ihres Berufes getötet worden. Um diese schockierende Zahl rankte sich ein internationales Gipfeltreffen zum Thema Sicherheit für Journalisten in Nürnberg. Das Exekutivkomitee der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF) hatte dazu auch Vertreter/-innen weiterer Organisationen eingeladen.
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Kameramänner in Gaza getötet

„Reporter ohne Grenzen (ROG) ist entsetzt über den Tod zweier Kameramänner im Gazastreifen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation. Das Fahrzeug der Journalisten, die für den zur Hamas gehörenden Fernsehsender Al-Aksa-TV arbeiteten, sei in Gaza-Stadt gezielt von der israelischen Luftwaffe beschossen worden.
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Risse im Schwarz-Weiß-Bild

Der Flug der Kugel klingt beinahe wie Vogelgezwitscher, das allerdings viel zu schnell vorbeirauscht. Dann der untrügliche trockene Knall des Abschusses, der durch den Schall erst nach Sekundenbruchteilen zu hören ist. Ein Scharfschütze ist mit einem russischen Dragonov-Gewehr am Werk und nützt das Licht der Abenddämmerung. Danach folgen mehrere Kalaschnikowschüsse. An eine Weiterfahrt durch Bab Spa, einem von den Rebellen gehaltenen Stadtteil von Homs, ist nicht mehr zu denken. „Mit den Scharfschützen ist es besser geworden“, erklärt uns Schazine, eine junge Armenierin, die im Büro des Gouverneurs arbeitet. „Früher gab es etwa fünf Tote oder Verwundete, heute sind es nur…
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Stimme des Widerstands

Vor einem Jahr, am 6. Dezember 2011 wurde die Journalistin Luz Marina Paz ermordet. Es war der 18. Journalistenmord in Honduras in nur knapp zwei Jahren. Als Reaktion auf Paz’ Tod bildete sich die Gruppe „Journalistinnen für den Frieden und die Meinungsfreiheit“. Die Journalistinnen zogen wenige Tage später wütend vor den Präsidentenpalast. Sie dringen seither auf die Aufklärung der Morde an ihren Kolleginnen und Kollegen.
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Presse-Verfolgung ohnegleichen

 Die Türkei stellt traurige Rekorde auf: 10.000 politische Häftlinge waren zeitweise im Hungerstreik. Er überlagerte das Interesse an dem großen Journalisten-Prozess, der Mitte November, in Silivri bei Istanbul, fortgesetzt wurde (M7/2012). Das in New York ansässige Internationale Komitee zum Schutz von Journalisten (Committee to protect Journalists, CPJ) resümiert: „In den 27 Jahren, in denen das CPJ über Journalisten in Gefängnissen berichtet, hat nur die Türkei selbst das Ausmaß der jüngsten Presse-Verfolgung übertroffen. 1996 inhaftierten die türkischen Behörden 78 Journalisten“. Derzeit sind es nach Erkenntnissen des CPJ „nur“ 76. Damit liege die Türkei vor…
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Aktion für Mazen Darwish, Syrien

Seit Februar gibt es kaum noch Neuigkeiten über das Schicksal von Mazen Darwish. An diesem Tag wurde der Leiter des „Syrischen Zentrums für Medien und freie Meinungsäußerung“ zusammen mit mehreren Mitarbeitern und Besuchern in der Hauptstadt Damaskus festgenommen. Seitdem weigern sich die Behörden, Anwälten oder Familienangehörigen Informationen über den Verbleib von Mazen Darwish zu geben.
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Um sie mundtot zu machen

In der Türkei findet derzeit einer der weltweit größten Prozesse gegen kritische Journalisten statt. Sie sollen der kurdischen PKK-Guerilla angehören oder ihr zuarbeiten und damit den Terror unterstützen. Verteidigung, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen sehen darin einen Versuch der islamischen AKP-Regierung, die kurdische Presse vor dem Hintergrund des verstärkt militärisch geführten Kampfes gegen die PKK mundtot zu machen.
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Im Fokus der Kartelle

Korruption in Mexiko ist das Thema von Ana Lilia Pérez. Ihre Berichte und Publikationen sind gefährlich, vor allem wenn höchste politische Kreise betroffen sind. Nun hat sie Zuflucht in Hamburg gefunden – weil sie in Mexiko um ihr Leben fürchten musste.
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Gegen verzerrte Bilder

In den slowakischen Medien kommen Roma vor allem als Problem vor: arm, ungebildet, kriminell und nicht integrationsfähig. Davon hatten in Kosice, der zweitgrößten Stadt des Landes, einige Journalistinnen und Journalisten die Nase voll: Um differenzierte Geschichten von und über Roma zu erzählen gründeten sie vor zwölf Jahren die Roma-Medienagentur MECEM. Inzwischen produziert MECEM ein eigenes Radioprogramm, Fernsehsendungen, eine Internetseite und eine eigene Zeitung. Damit informieren sie mit wachsendem Erfolg differenziert über den Alltag und die Kultur der Roma-Minderheit.
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40 Journalisten in Syrien getötet

In Syrien kamen seit Beginn der Konflikte im März 2011 bereits rund 40 Journalisten und Bürgerjournalisten ums Leben – zehn von ihnen hauptberufliche Korrespondenten, die Hälfte davon aus dem Ausland.
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Der Putsch und die Presse

Die Medien spielten eine entscheidende Rolle, als in Paraguay am 22. Juni der demokratisch gewählte Präsident Fernando Lugo einem „parlamentarischen Putsch“ zum Opfer fiel. In den Wochen zuvor führten die beiden überregionalen Tageszeitungen eine Kampagne gegen den „Befreiungstheologen“. Als nach seiner Absetzung Redaktionen politisch gesäubert wurden, schwieg die Privatpresse. Die Rolle und der Umgang mit den Medien führt die Mär vom demokratischen Machtwechsel ad absurdum.
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Ein Film über Eritrea

„Eritrea – Serving the truth“ – Sozialismus oder Militärdiktatur? – ein Dokumentarfilm von Gerhard Faul. Die Filmvorführung findet am 10. September um 20 Uhr im ver.di-Haus, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin (nahe Ostbahnhof) statt. Im Anschluss gibt es eine Podiumsdiskussion mit Amnesty International (ai) und Vertretern der eritreischen Opposition. Veranstalter sind ai, ver.di/dju und Medienladen e.V. Nürnberg.
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