Pressefreiheit

Aktion für Jean-Claude Kavumbagu, Burundi

Die Eröffnungsfeier im Pekinger Olympiastadion wollte sich Präsident Pierre Nkurunziza nicht entgehen lassen. Dem Journalisten Jean-Claude Kavumbagu gefiel die Reise des burundischen Staatschefs in die chinesische Hauptstadt hingegen nicht so gut. In einem Artikel kritisierte er, dass die Reisekosten des Präsidenten von umgerechnet gut 60.000 Euro eine verspätete Gehaltszahlung für einige Beamte in Burundi nach sich gezogen hätten.
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Aktion für Souran Omar, Irak

Als Souran Omar am 24. Juli ans Telefon ging, kam der unbekannte Anrufer schnell zur Sache: „Hör auf zu schreiben“, sagte der Mann, „sonst wirst Du umgebracht!“ Der Vater von zwei Kindern ist nicht zufällig das Ziel von Drohungen. Omar gibt die Zeitschrift „Rega“ heraus. Dort und in dem unabhängigen Blatt „Levin“ kritisierte er mehrfach die Korruption in den beiden großen kurdischen Parteien, die gemeinsam die Regierung im Nordirak stellen. Dass solche Drohungen ernst zu nehmen sind, weiß Omar spätestens seit dem 21. Juli. An diesem Tag wurde der 23-jährige Journalist Souran Mama Hama vor seinem Elternhaus in Kirkuk aus einem Auto heraus erschossen. Auch er hatte…
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Fotograf in Handschellen

Mit unglaublicher Härte und Brutalität ging die Züricher Polizei am 4. Juli auf Gegner der UEFA Euro 2008 los. Auch Journalisten wurden angegriffen, in ihrer Arbeit behindert und festgenommen.
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Recherche im Westjordanland

Informationsreisen nach Israel sind für viele deutsche Journalistinnen und Journalisten eine Selbstverständlichkeit, ja fast Routine. Was jenseits der israelischen Landgrenzen geschieht, unter welchen Bedingungen etwa die Mehrheit der Palästinenser lebt, blieb bisher allerdings auch für Journalisten weitgehend im Dunkeln. Die dju in ver.di machte einen Blick hinter die israelische Mauer möglich.
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Mehr als eine Schlagzeile

Die Berichterstattung über Israel und den Nahostkonflikt wird durch wenige Schlagworte wie „Mauer“, „israelische Besatzung“, „palästinensische Steinewerfer gegen Soldaten“, „David gegen Goliath“, „jüdische Siedler gegen Olivenbauern“, „Pulverfass Nahost“ geprägt. Der ver.di-Fachgruppe Medien hat daher für Journalistinnen und Journalisten eine Reise nach Israel organisiert, mit dem Ziel, eigene Erfahrungen zu sammeln und persönliche Eindrücke zu gewinnen. Neunzehn Personen erlebten vom 29. Juni bis 6. Juli 2008 ein vielseitiges Programm.
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Kein Gold für die Pressefreiheit

Die ermutigende Versicherung kam vom chinesischen Präsidenten Hu Jintao höchstpersönlich. China werde die Arbeit ausländischer Journalisten auch nach dem Ende der Sommerspiele weiterhin „erleichtern“, sagte Hu Anfang August. Liu Binjie, Minister für Buch- und Pressepublikationen, legte wenige Tage später nach. Die „offene Tür“ für die ausländische Presse „wird sich auch nach den Spielen nicht schließen“, beteuerte er. Aber richtig offen, wie es die Regierung versprochen hatte, war die Tür nie.
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Mutiger Blog

Die 32-jährige Sprachwissenschaftlerin Yoani Sánchez erhielt Anfang Mai den spanischen Journalistenpreis Ortega y Gasset. Den von der Tageszeitung El País gestifteten Preis konnte Kubas bekannte Bloggerin jedoch nicht persönlich entgegennehmen. Sie durfte zur Preisverleihung nicht nach Madrid reisen.
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Presseausweis ignoriert

Die Hamburger Journalistin und Ethnologin Salinia Stroux wurde in Patras/Griechenland tagelang bei der Arbeit behindert.
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Journalistinnen attackiert

Für Journalistinnen in Afghanistan nehmen die Probleme zu. Offenbar gibt es mehrere Gruppen im Land, die es nicht ertragen, wenn Frauen recherchieren oder vor der Kamera stehen.
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Schutzlos trotz Presseschild

Um den „Schutz von Journalisten in bewaffneten Konflikten“ ging es beim 19. Forum Globale Fragen. Im Mittelpunkt der von InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH), Reporter ohne Grenzen und dem Auswärtigen Amt organisierten Veranstaltung sollten praktische und rechtliche Möglichkeiten zur Verbesserung des Schutzes von Journalisten in Krisen- und Kriegsgebieten stehen.
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Vorwurf: Verschwörung

In der Türkei wurde kürzlich der 86jährige Mitherausgeber der Tageszeitung Cumhuriyet, Ilhan Selcuk, „wie in Zeiten des Militärputsches“ mitten in der Nacht in Haft genommen. Ilhan Selcuk und elf weiteren Festgenommenen wird eine Zusammenarbeit mit der Verschwörergruppe „Energekon“ vorgeworfen.
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Saudischer Blogger frei

Der saudi-arabische Blogger Fouad al-Farhan ist frei. Der 32-Jährige wurde Ende April aus der Haft entlassen, ohne dass die Behörden Anklage gegen ihn erhoben hätten. Seine Festnahme im Dezember hatte weltweite Proteste hervorgerufen. Auch ver.di setzte sich gemeinsam mit amnesty international für seine Freilassung ein. In seinem Internettagebuch hatte al-Farhan unter anderem auf das Schicksal politischer Gefangener aufmerksam gemacht. Außerdem diskutierte er in einem Beitrag über die Vor- und Nachteile, Muslim zu sein.
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Erste Schritte für Dialog

Eine Delegation der IJF mit neun Teilnehmern aus Afrika, Asien, Australien und Europa flog am 13. April zu einem ersten offiziellen Besuch nach Peking. Beschlossen hatte diese Mission der IJF-Weltkongress in Moskau 2007. Verwirklicht wurde sie in einer Zeit, in der Auseinandersetzungen über Tibet, heftige Demonstrationen auf den Straßen Europas und Aufrufe zum Boykott in westlichen Hauptstädten ihren Schatten über die Olympischen Spiele 2008 und auch über die Arbeit und das Ansehen westlicher Korrespondenten in Peking warfen.
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Ein Picasso der Karikatur

Gibt es etwas Schöneres, als einen „Picasso der Karikatur“ vorstellen zu können – nämlich den Künstler Turhan Selcuk aus Istanbul? Zum Erfreulichen gesellt sich aber die schlechte Nachricht, dass der Vorschlag eines Auftritts des großen türkischen Meisters des Cartoons im unmittelbaren Kontext der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit der Türkei als Gastland seitens der dafür zuständigen türkischen Stellen keine Akzeptanz gefunden hat. Zur Buchmesse 2006 mit Indien als Gast hatte die Präsentation indischer Karikaturen dagegen großen Erfolg, stellte – originell-innovativ inszeniert – eine Bereicherung der Buchmesse dar.
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Pressefreiheit auf 2×3 Meter


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Aktion für Shi Tao, China

Diese E-Mail kam Shi Tao teuer zu stehen. Als der Journalist und Autor sie am 20. April 2004 verschickte, war er Redakteur der Zeitung Dangdai Shang Bao in der chinesischen Provinz Hunan. Auf einer Redaktionssitzung wurden die Mitarbeiter des Blattes über eine neue Richtlinie der Kommunistischen Partei informiert. Diese sah strikte Verhaltensmaßregeln bei der Berichterstattung zum Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens vor.
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