Pressefreiheit

Mullahs als Richter

Gut sieben Jahre nach dem Amtsantritt des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zieht die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) eine beunruhigende Bilanz: Die Pressefreiheit wird zunehmend weniger geachtet, und vor allem bei religiösen Fragen werden politische Urteile gefällt.
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Entführt und ermordet

Für Musa Khankel war die Einführung der Scharia im Nordwesten Pakistans tödlich. Der 28-jährige Reporter des Fernsehsenders „Geo News“ und der Zeitung „The News“ berichtete am 18. Februar 2009 über einen so genannten Friedensmarsch einer radikal-islamischen Scharia-Bewegung in der Stadt Matta im Swat-Tal. Während der Veranstaltung wurde Khankel entführt. Wenige Stunden später wurde die verschandelte Leiche des Korrespondenten gefunden.
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Iran: Websites gesperrt

30 Jahre nach der iranischen Revolution kann man feststellen, dass in der 170-jährigen Geschichte des iranischen Journalismus nie zuvor Journalisten und Verleger so vielen Schikanen und Repressalien ausgesetzt waren wie heute. Die neueste politische Maßnahme von Mahmud Ahmadinedschad, dem Staatspräsidenten der islamischen Regierung Irans, ist der Eingriff in den freien Informationszugang zum Internet. Er hat die Webseiten der Deutschen Welle, von BBC, Radio Farda und Alarabiya seit Januar dieses Jahres gesperrt. Zugleich preist er den Iran als neutralstes Informationsland in dem englischsprachigen Programm „TV-Press“, dessen Sendungen vom Iran ausgestrahlt werden.
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Noch mehr Zensur

Die Absicht des kambodschanischen Innenministeriums, die Medien des Landes schärfer zu kontrollieren, hat inzwischen massive Proteste hervorgerufen. Die „Kambodschanische Vereinigung zum Schutz von Journalisten“ verglich die geplante Gesetzesverschärfung mit ähnlichen Maßnahmen in der Volksrepublik China wie auch im Nachbarland Vietnam. Je fester eine Regierung im Sattel sitze, desto eher sei sie versucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, schreibt die Journalistenvereinigung.
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„Das Kambodscha-Desaster“

Unter dem Titel „Das Kambodscha-Desaster“ hat der Frankfurter Journalist Alexander Goeb eine Foto/Text-Ausstellung produziert. Sie zeigt Fotos der Gemälde des Malers Vann Nath, der zu den wenigen Überlebenden des kambodschanischen Foltergefängnisses Tuol Sleng gehört.
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Aktion für Joseph Guyler Delva, Haiti

Der Anrufer kam schnell zur Sache: „Es gibt Menschen, die Dir Dein Maul stopfen werden“, sagte der Mann, der seinen Namen natürlich nicht nannte. Im Dezember häuften sich solche Telefongespräche beim haitianischen Journalisten Joseph Guyler Delva. Sollte er sich weiter gegen den Senator stellen, werde er erschossen, warnte ein anderer anonymer Anrufer.
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Mahnwache für Markelow und Baburowa

Mit einer Mahnwache gedachten Mitglieder von Amnesty International (ai) und Reporter ohne Grenzen (ROG) am 21. Januar 2009 vor der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin des ermordeten Menschenrechtsanwalts Stanislaw Markelow und der Journalistin Anastasija Baburowa.
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Fotos entlang der Sperranlagen

Die neun Profi-Fotografen, die sich 2005 zum „Activestills“-Kollektiv zusammengeschlossen haben und eng mit Grafikern, Textern, Webdesignern und Dokumentarfilmern aus der Region – darunter auch Palästinenser vom Gaza-Streifen – kooperieren, verstehen sich als kritische Alternative zu den etablierten Medien. Oren Ziv: „Wir dokumentieren Ereignisse in Israel und Palästina, die kaum jemand zeigen will.“ Und das sind sehr viele.
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Ohne Zuschauer

Ausführlicher könnte der Lagebericht des israelischen Militärsprechers kaum sein: „Das Vorrücken im Gazastreifen erfolgt nach Plan. Die Soldaten erfüllen ihre Mission.“ Mehr ist über das Eindringen israelischer Truppen nicht zu erfahren. Angeblich wurde der Gazastreifen in drei Teile zerschnitten. Die Soldaten positionierten sich außerhalb dicht besiedelter Gebiete und führten gezielte Kommandounternehmen gegen gründlich ausspionierte Hamas-Stellungen und Verstecke aus.
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Menschenrechtspreis geht nach Kuba

Der Kubaner Ricardo Gonzáles Alfonso (Bild) ist von Reporter ohne Grenzen (ROG) als „Journalist des Jahres 2008“ ausgezeichnet worden. Gonzáles, der auch für ROG über die Lage der Pressefreiheit in seiner Heimat berichtete, sitzt im Gefängnis. Er wurde am 18. März 2003 zusammen mit 26 anderen Journalisten festgenommen.
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Suche nach den Hintermännern

Der Prozessauftakt Mitte November war bezeichnend: Erst wurde die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen, dann wieder zugelassen. Fraglich ist zudem, ob es vor Gericht gelingen kann, den Mord an der Kreml-kritischen Journalistin Anna Politkowskaja wirklich aufzuklären.
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Vor dem Strafrichter

Seit September laufen in Zypern wieder Friedensgespräche. Knapp ein Dutzend Mal hat sich Präsident Dimitri Christofias bereits mit dem türkisch-zypriotischen Volksgruppenführer Mehmet Ali Talat getroffen. Ziel der Verhandlungen ist eine Wiedervereinigung der Republik im Süden mit dem türkisch besetzten Nordteil. Während sich beide Seiten offiziell um Entspannung bemühen, bleibt die Lage für Journalisten im Norden bedrohlich.
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Sechs Journalisten in Teheran inhaftiert

Für den iranischen Journalisten Emadoldin Baghi öffneten sich am 15. September die Gefängnistore. Der Menschenrechtler wurde kurz vor Ablauf seiner einjährigen Haftstrafe vorzeitig entlassen. Die Gesundheit des 46-Jährigen ist angeschlagen, denn seine medizinische Versorgung in der Haft war unzureichend.
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Gefängnisstrafen für türkische Journalisten

ISTANBUL. Der Herausgeber und der Chef vom Dienst der Tageszeitung Evrensel wurden Ende Oktober in Istanbul zu Freiheitsstrafen von je einem Jahr verurteilt.
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Birmanischer Journalist Win Tin endlich auf freiem Fuß

Am 23. September kam der Journalist und stellvertretende Präsident der Birmanischen Autorenvereinigung aus dem Gefängnis frei – nach mehr als 19 Jahren hinter Gittern. Am 4. Juli 1989 war Win Tin verhaftet und anschließend zu 20 Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden.
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Stand up for Journalism

Die Europäische Journalisten-Föderation (EJF) ruft ihre Mitglieder wieder zum Aktionstag „Stand up for Journalism“ am 5. November auf.
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