Formate

Ehrensenf

Der Klick wird zum Kult. Eine wachsende Fangemeinde – neueste Zahlen sprechen von 15.000 täglich – klickt sich von Montags bis Freitags ins Web-TV „Ehrensenf“ ein: www.ehrensenf.de
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Recherche ohne Strafandrohung

Sicher, kein Vergleich mit Nordkorea, China oder Usbekistan – die Pressefreiheit ist hierzulande ein hohes Gut. Doch nicht ohne Grund ist Deutschland in der 167 Staaten umfassenden Rangliste der Medienfreiheit von Reporter ohne Grenzen im Vorjahr von Platz 11 (2004) auf 18 abgerutscht.
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Da streikt auch das Ohr

Das ist schon ein Skandal. Arbeitskampfmaßnahmen machen Beschäftigte krank. Schuld daran sind die Gewerkschaften, die an die Streikenden Trillerpfeifen und andere Krachmacher verteilen. Über diesen Umstand klärte uns jetzt endlich ein Experte auf, seines Zeichens Doktor der Medizin.
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Für alle von Gewinn

Wie bekommt man einen Imagewechsel hin und gewinnt an Quote? Man nehme eine unaktuelle Papstserie, kündige diese mit einem Jesus-lästerlichen Plakat an und warte ab.
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Editorial: Nicht nur der Ball rollt

Es soll ja auch Leute geben, die sich nicht für Fußball interessieren. Nun denn, sie können eine silberne Scheibe mit einem spannenden Film einlegen, wenn der Run auf den WM-Ball auf allen Kanälen los geht. Und die Fans lassen dann natürlich ihrer Begeisterung freien Lauf! Dem gigantischen Werberummel im Vorfeld und dem medialen Anpfiff, der schon vor Wochen erfolgte, können allerdings beide nur schwerlich entkommen. Der Millionenpoker oder – wenn man so will – das Roulette mit der schwarz-weißen „Kugel“ um ihre mediale Vermarktung ist in vollem Gange. In nahezu jeder Branche tragen Produkte ein Ballkleid. Alte Hüte werden mit WM-Look als brandneu verkauft. Die…
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Pressefreiheit

Im Bundestag liegen derzeit zwei Entwürfe von Bündnis 90 / Grüne und FDP zur Stärkung der Pressefreiheit in Deutschland und dafür notwendige Veränderungen im Strafrecht auf dem Tisch. Anlass für diese Vorschläge sind sich häufende Eingriffe der Ermittlungsbehörden in die Hoheit von Redaktionen und Journalisten.
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Millionenraub

Man wäre versucht, der Bundesregierung vorzuhalten, sie ruiniere den „Kultur- und Medienstandort Deutschland“ mit der geplanten „Modernisierung des Urheberrechts“ (Originalton Bundesjustizministerium). Doch diese nationalistische „Standort“-Schminke auf neoliberaler Ideologie ist allzu grässlich.
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Editorial: Herausforderung für Jedermann

Töne, Worte, Bilder – massenhaft stürmen täglich Informationen und Unterhaltung auf den Menschen ein. Ob Vergnügen oder Wissenszuwachs: nicht selten stellt sich Verdruss ein wegen der schier unüberschaubaren Menge der Angebote. Sich abschotten, der medialen Welt entrinnen, ist kaum möglich.
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… und oft auch das Herz

„verbrannt – befreit – verhüllt. Der Reichstagsbrand und das neue Deutschland“ hieß die Schau, mit der die Medien Galerie in Haus der Buchdrucker in der Berliner Dudenstraße am 2. Mai 1995 eröffnet wurde. Inzwischen folgten 62 weitere thematische Ausstellungen: die Dokumentation von Arbeitskämpfen, die Würdigung historischer Persönlichkeiten, die Darstellung von Medienentwicklungen, Expositionen zu Tanz, Artistik oder mit Werken der Bildenden Kunst.
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Staunen über soviel Arroganz und so wenig Würde

Es war im Sommer 2002 im brandenburgischen Potzlow, als sich das Unfassbare ereignete: Drei Jugendliche hatten den schüchternen, zum Stottern neigenden 17-jährigen Marinus einen ganzen Tag lang gefoltert, dann brutal getötet und in einer Jauchegrube verscharrt. Vier Monate lang blieb die Leiche damals spurlos verschwunden, bis Matthias, einer der Täter, sie schließlich ausbuddelte. Schlagzeilen erschütterten das ganze Land.
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Von Lohndumping und Profitgier

Die Kinobranche beklagte unlängst einen Rückgang der Besucherzahlen. Vielleicht haben sich die Menschen an fiktiven Unterhaltungsfilmen, Stars und Special Effects allmählich satt gesehen, dass sie mehr über das wirkliche Leben erfahren wollen. Der erstaunliche Zuschauer-Boom auf dem  „8. Thessaloniki Documentary“ legt eine solche These nahe. Das noch junge, kleine, engagierte Festival konnte mit einer Vielzahl brisanter politischer Beiträge immerhin doppelt so viele Zuschauer wie im Vorjahr anlocken und avanciert somit immer mehr auch zu einer ersten Adresse für den Dokumentarfilm.
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Mächtige Journalisten?

Sind wir Journalisten mächtig oder nicht? Leiden wir unter Machtmissbrauch der Politiker oder üben wir ihn selbst aus? Sind weitere Kontrollgremien zur Medienaufsicht vonnöten oder müssten die bereits existierenden nur effektiver gestaltet werden? „Macht und Medien“ ist ein spannendes Thema – und die Mainzer Tage der Fernsehkritik sind eine wichtige Institution, darauf kann man sich sicherlich einigen. Doch warum tauschten sich hier weitgehend nur diejenigen miteinander aus, die sich sowieso fast täglich in den Chefetagen die Hände schütteln?
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Unheimliche Mächte

Heimlich, still und leise haben sie sich etabliert im neudeutschen Politsystem: die Lobbyisten. Zunehmend beeinflussen sie nicht nur Politiker, sondern auch die Journaille. Man erhält Einladungen zu Events, Partys, Hintergrundgesprächen – flugs ist man umgarnt und hält für objektive Informationen, was bloße Propaganda ist.
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Gegenwind

Engagierte Medien abseits des Mainstreams sind hochinteressant, aber wenig bekannt.  Deshalb stellt M mit dieser neuen Rubrik in jedem Heft eines davon vor. Seit knapp 17 Jahren wird die mediale Landschaft im hohen Norden Deutschlands durch ein besonderes Magazin bereichert, den „Gegenwind“.
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Gibt es zu viele Fotojournalisten?

Die Arbeitsbedingungen von Fotojournalisten waren noch nie so schwierig wie heute. Hat engagierter Fotojournalismus überhaupt noch eine Chance, und bleibt Fotografen eine realistische Hoffnung auf eine existenzsichernde Beschäftigung? Über diese Fragen diskutierten die etwa hundert Teilnehmer des Fotografentages der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) am 24. März in der Fachhochschule Hannover.
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Ideologie der Apokalypse

Dass die bürgerlichen Leitmedien der Republik den Mief ihrer Politik- und Wirtschaftsressorts mit einem weltoffenen und aufgeklärten Feuilleton deodorieren, ist ein sich zäh haltender Mythos der Publizistik. Besonders profitiert hat von diesem parfümierten Image stets die Frankfurter Allgemeine Zeitung: Während Kommentatoren wie Joachim Fest oder Johann Georg Reißmüller ihre stockkonservativen Ansichten in den altdeutschen Lettern der Leitartikelspalte verbreiteten, schienen Kulturchef Marcel Reich-Ranicki und sein Nachfolger Frank Schirrmacher der Devise des „Anything goes“ zu frönen. Hier durften auch Schreiber ihre Duftnoten setzen, die – zumindest nach FAZ-Maßstäben…
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