Thomas Klatt

Berliner Zeitung – Licht an, Licht aus

„Die ganze Totgejammerei finde ich schrecklich. Ich wäre nicht hergekommen, wenn ich nicht überzeugt wäre, dass man hier wirklich etwas aus- und aufbauen kann“, sagt Mit-Herausgeber Michael Maier über den Berliner Verlag und seine Zeitungen. Von den akuten Turbulenzen um die neuen Eigentümer Holger und Silke Friedrich scheint er nicht übermäßig beeindruckt.
mehr »

Beruf Radiomoderator: Tim Koschwitz Wie in einem Raumschiff

Die Monitore flackern. Der Computer nimmt den Anmeldecode erst nach Sekunden an. Ein leichtes Krächzen aus den Lautsprechern. Alle Regler stehen auf null. Kein Wunder, dass ihn jetzt keiner hören kann und er auch keinen Kontakt zu den Außenstationen hat. Der Countdown läuft. Knallrot brennen ihm die Sekundenzähler der Digitalanzeige ins Gesicht. Start in wenigen Augenblicken. Der ganze Körper geht in Anspannung, die Hände sind in Position, der Geist hellwach. Dann schnellen die ersten Regler blitzschnell nach oben. Volle Energie, volle drei Stunden in die Weiten des Äthers hinein.
mehr »

Von action, rigging und motion control

Nein, Sorgen um ihren Job macht sie sich nicht. Eine Medienkrise gebe es zumindest im Filmbereich derzeit nicht: „In Berlin ist der Markt durch Netflix, Amazon Prime, Sky weit eröffnet. Es wird so viel gedreht wie noch nie“, sagt Kamerafrau Eva Katharina Bühler. Beruf und Familie zusammen zu bringen, das sei im Moment mehr ihr Problem. Und die immer noch mangelnde Akzeptanz von Frauen am Filmset.
mehr »

Saudi-Arabien endlich ungeschminkt

Es ist, als hätten Arte oder die beauftragte Produzentin Sandra Maischberger auf die Kritik an der zuletzt ausgestrahlten fünfteiligen Serie über das „unbekannte Arabien“ reagiert. Statt zuckersüßer Werbebilder wird dem Zuschauer Saudi-Arabien nun endlich 55 Minuten lang ungeschminkt gezeigt. Ein konservatives Königshaus gepaart mit einer fundamentalistischen Geistlichkeit, die ihren wahhabitisch-salafistischen Islam petromilliardendollarschwer zu möglichst vielen Sunniten in alle Welt exportiert. Auch nach Europa. Auch nach Deutschland!
mehr »

RBB: Protestaktion für faire Honorare

Plötzlich kamen sie aus den Fluren und Treppenhäusern. Selbst der Paternoster spuckte im 10-Sekundentakt erboste Mitarbeitende aus. Viele von ihnen hatten neben Trillerpfeifen und Tröten Plakate dabei: „Gleiches Geld für gleiche Arbeit – egal ob Fest oder Frei! Faire Honorare im Programm!“ Premiere hatte das vielleicht größte ver.di-Transparent, das jemals im öffentlich-rechtlichen Sender an der Berliner Masurenallee entrollt wurde, über vier Stockwerke hoch!
mehr »

Idea, EKD und die rechten Medien

Die Entscheidung auf der letzten Synode im November kam überraschend: Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) streicht der evangelikalen Nachrichten-Agentur idea den bisherigen Zuschuss von jährlich 132.000 Euro bis zum Jahr 2020 auf null. Das Geld soll künftig in einen Innovationsfonds fließen, der es an Medienprodukte im evangelikalen Bereich ausschütten soll.
mehr »

Schon entdeckt? MiGAZIN

Schon während seines Studiums habe er sich aufgeregt, dass Medien selten und wenn, dann meist unsachlich über Migrant_innen berichteten, erinnert sich der Jurist Ekrem Şenol aus dem bergischen Overath. So entstand im Jahr 2009 die Idee, ein eigenes Medium zu gründen, das MiGAZIN - eine Online-Plattform, die aus vielfältiger Perspektive über Migration und Migrantinnen und Migranten berichtet.
mehr »

Medien in Tansania: Ein hartes Brot

Bei Reporter ohne Grenzen ist Tansania im Ranking der Pressefreiheit zuletzt auf Platz 83 abgerutscht. Kein Wunder, denn die Arbeitsbedingungen für Journalist_innen sind in dem ostafrikanischen Land nach wie vor schlecht. Dennoch oder gerade deswegen engagieren sich viele Menschen mit journalistischen Projekten. Sie wollen das ostafrikanische Land mit gut recherchierten Artikeln, Beiträgen und Filmen voranbringen.
mehr »

Keine Ländergrenzen

Der Umbruch in der europäischen Medienlandschaft ist unübersehbar. Online gibt es weder für Themen noch für Nutzer Ländergrenzen. Deshalb widmeten sich im Vorfeld der Wahlen zum EU-Parlament das Deutsche Pressemuseum im Ullsteinhaus e. V. und EUNIC, der Zusammenschluss europäischer Kulturinstitute in Berlin, in einer Podiumsdiskussion dem Wandel der Presse in Europa. Die Teilnehmer der Debatte sahen darin eher eine Chance und Bereicherung denn eine Bedrohung ihrer Arbeit.
mehr »

Verpasste Chance

Es hätte so einfach sein können. Im Zuge einer EU-Harmonisierung müssen die Parlamente in Berlin und Brandenburg den RBB-Rundfunkstaatsvertrag überarbeiten. Eine gute Gelegenheit, um endlich auch die Rechte der so genannten festen Freien im Sender (§12a Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Personen) auch im Rahmen der Personalvertretung zu stärken, dachte sich der Geschäftsführende Verbands-Vorstand ver.di im RBB.
mehr »

Russische Medien vor Olympia

Reporter ohne Grenzen (ROG) hat im Vorfeld der olympischen Winterspiele in Sotschi auf die mangelnde Medienfreiheit in Russland hingewiesen.
mehr »

Schon entdeckt? Berg.Link

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gibt es seit gut zwei Jahren eine andere Zeitschrift, das Umsonstmagazin Berg.Link.
mehr »

Von Leidmedien lernen

Welcher Journalist träumt nicht gerade zu Beginn seiner Berufslaufbahn davon, alsbald in einem Leitmedium arbeiten zu dürfen. Doch wenn es um Behinderte und Behinderung geht, versagen diese Meinungsführer im Radio-, Fernseh-, Print- oder Onlinebereich oftmals oder sie finden nicht den richtigen Ton. Das meinen zumindest die Macher von leidmedien.de aus Berlin, die selbst in der Medienbranche tätig sind und von denen selbst einige im Rollstuhl sitzen. Jetzt wollen sie mit ihrem Online-Portal nicht-behinderten Kollegen auf die Sprünge helfen.
mehr »

Schon entdeckt? oya

Die alternative Lebensgemeinschaft im mecklenburgischen Klein Jasedow zwischen Usedom und Anklam verdient ihr Geld mit Instrumentenbau, Musikunterricht, Übersetzungen und mit einem eigenen Verlag. Aus dem Oberbayerischen zogen mehrere Familien Ende der 90er Jahre hierher, um mitten zwischen Feldern und Wiesen das kleine Haufendorf mit alternativem Leben zu füllen. Seit fast drei Jahren wird hier in der Ruhe und Abgeschiedenheit „oya – anders denken, anders leben“ produziert. Die meisten Redaktionsmitglieder und Autoren sind zwar im Bundesgebiet verteilt, in Klein Jasedow aber laufen die Fäden für das fast 100 Seiten starke Magazin zusammen.
mehr »

Castor-Journalisten

Auch in diesem Jahr kam es während des Castor-Transportes wieder zu unakzeptablen Eskalationen, die der Aufklärung bedürfen. Die dju klagt, dass ein Fotograf von Beamten gezwungen wurde, Porträt-Bilder von Polizisten zu löschen, die während eines Einsatzes gemacht wurden.
mehr »

Fragdenstaat.de

Seit gut 5 Jahren ist in Deutschland das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) in Kraft, doch noch viel zu selten wird es genutzt. Das meint zumindest ein Bündnis aus Organisationen wie Reporter ohne Grenzen, Netzwerk Recherche, das Nachrichtenbüro n-ost, transparency international und den Mediengewerkschaften dju in verdi und DJV. Gemeinsam haben sie jetzt das neue Rechercheportal fragdenstaat.de in Betrieb genommen. Das soll nicht nur Journalisten, sondern auch interessierten Bürgern den Weg in die Archive und zu den Unterlagen deutscher Behörden erleichtern.
mehr »