Rundfunk

Blaulicht statt Politik & Kultur

Marktanteile von mehr als 20 Prozent hatte sich der WDR von seinen vollmundig als Metropolenfernsehen angekündigten neuen Formaten "WDRpunktKöln" und "WDRpunktDortmund" erhofft. Doch vor allem in Köln bleibt die Qualität auf der Strecke.
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„Film- und Videoeditor könnte Fortbildungsberuf werden“

Seit Herbst 1996 bilden öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und private AV-Produktionsbetriebe in den beiden Berufen Mediengestalter/in Bild und Ton sowie Film- und Videoeditor/in aus. Ein Gespräch mit Wendelin Werner, Mitglied des Geschäftsführenden Bundesfachgruppenvorstandes und dort mit Fragen der Aus- und Fortbildung befasst, über Erfahrungen und Perspektiven.
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Die Geschäfte des Herrn B. in D.

Wenn ihm neben seinen sechs Fernsehsendern auch noch die RTL-Gruppe gehören würde, dann könnte Leo Kirch in Deutschland so viel vom Markt beherrschen wie Silvio Berlusconi in Italien. Wenn er dann außerdem noch Bundeskanzler wäre -mit dem Chef der NPD als Vizekanzler und den "Republikanern" als drittem Koalitionspartner - dann kämen wir den "italienische Verhältnissen" recht nahe. Aber auch ohne das ist Italien so weit nicht entfernt, denn der dortige künftige Regierungschef ist auch hier zu Lande in den Medien aktiv.
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Wenn der Rotstift regiert

"Mercedes" würde seinen Stern wohl nie durch einen Strich ersetzen. Radio Bremen dagegen trennt sich von seinem Markenzeichen - einem Schiff mit Sendemast - und firmiert künftig unter einem Allerweltssymbol, das auch für die Iduna-Versicherung werben könnte: einem Strich oder kleinen "i" im Kreis. Bisher verwendet nur die neue RB-Welle "bremen eins" das Emblem, aber nach und nach will Intendant Heinz Glässgen alle Briefköpfe, Windschutze und Dienstwagen auf das neue Design umstellen.
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Ungeordneter Rückzug

Verteidigungsminister Scharping hat seinen juristischen Kampf gegen einen ihn als Kriegslügner schwer belastenden WDR-Film nach nur kurzem Scharmützel aufgegeben - Über die Gründe schweigt er sich aus
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Dealer unter sich

Am 31. Mai trat ein Vertrag in Kraft, mit dem ARD und ZDF von Kirch-Media Rechte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 erwerben. Für die WM 2006 räumt Kirch den beiden öffentlich-rechtlichen Systemen eine Option ein. Der Kaufpreis der Rechte wird von ARD und ZDF mit etwa 225 Millionen DM für 2002 angegeben. Der genaue Wortlaut der Verträge wurde nicht veröffentlicht.
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Interview mit Erik Bettermann, Intendant Deutsche Welle

Ihre Kandidatur stand unter dem Motto: Kontinuität und Weiterentwicklung. Was bedeutet das konkret? Bettermann: Besser noch wäre "Kontinuität und Aufbruch". Ich gehöre dem Verwaltungsrat der Deutschen Welle seit über sechs Jahren und habe die bisherige Aufgabenplanung aus Überzeugung mitgetragen. Was den Aufbruch angeht: Die Deutsche Welle ist hierzulande durch personenbezogene Auseinandersetzungen imagemäßig in eine Schieflage geraten. Die eigentliche Herausforderung liegt aber in der globalen Veränderung der Kommunikationssysteme. Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig die internationale Stellung der Bundesrepublik ist und dass sich daraus die Notwendigkeit…
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Pensionskasse – aus Überzeugung gut

Vor 30 Jahren wurde die Pensionskasse für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Rundfunkanstalten gegründet. Sie ist die einzige Altersversorgung für alle Freien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
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„Rundfunkgremien über den Tisch gezogen“

Als "Pyrrhussieg für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten" bezeichnete der medienpolitische Sprecher von ver.di-Medien, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, den Vertragsabschluss von ARD und ZDF mit dem Rechtehändler Leo Kirch über die Fußballweltmeisterschaften 2002 und 2006.
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Alles bleibt in der Familie

Anfang März wurden die Pläne des SWR publik, die Fernsehfilmproduktion auszulagern. Prompt bildete sich eine Phalanx des Protestes aus Produzenten wie auch ARD-Redakteuren. Da die zukünftig für die meisten fiktionalen Produktionen verantwortliche SWR-Tochter Maran-Film auch redaktionelle Aufgaben übernehmen soll, fürchten Kritiker um die Unabhängigkeit des SWR und die Qualität der Fernsehfilme. Seit dem 11. Mai aber ist es amtlich: Der Verwaltungsrat des SWR hat das Maran-Modell mit großer Mehrheit verabschiedet.
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„Kontinuität und Aufbruch“

Der Favorit machte das Rennen. Erik Bettermann heißt der neue Intendant der Deutschen Welle (DW). Der bisherige Bundesbevollmächtigte des Landes Bremen wurde am 10. Mai vom Rundfunkrat der Welle zum Nachfolger von Dieter Weirich (CDU) gewählt. Der 57jährige Sozialdemokrat setzte sich im dritten Wahlgang mit zehn zu sieben Stimmen gegen Sabine Rollberg, Arte-Beauftragte der WDR-Fernsehdirektion, durch. Im ersten Wahlgang hatte Rollberg sogar vor Bettermann gelegen. Jürgen Büssow, ehemaliger medienpolitischer Sprecher der SPD und heute Regierungspräsident in Düsseldorf, war gegen seinen Parteifreund chancenlos. Der neue Intendant tritt sein Amt am 1. Oktober an.
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Kritiker und Medienforscher im Spaßtaumel

Thomas Gottschalk leidet darunter, dass jeder seiner Handy-Anrufe auf dem Flughafen von Mitreisenden mit Spannung mitverfolgt wird, es könnte ja Madonna dran sein: Über die Befindlichkeiten der Fernsehmacher war bei den "34. Mainzer Tagen der Fernsehkritik" so einiges zu erfahren. Und wer bis dahin die Bedeutung des Wortes selbstreferentielles Fernsehen nicht hautnah zu spüren bekam - bitteschön!
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Hinkende Vergleiche und Werbung in eigener Sache

Jedes Jahr im Juni ist Köln Schauplatz des "Medienforums NRW". Wie auf den "Münchner Medientagen" oder anderen, meist kleineren Fachveranstaltungen geht es dabei nicht nur um fachlichen Austausch, sondern auch um Werbung in eigener Sache: Mit hinkenden Vergleichen und viel Selbstbeweihräucherung buhlen die deutschen Großstädte um die Ansiedlung von TV-Unternehmen.
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Sport ist Trumpf

Das musste man als Eishockey-Freund gesehen haben: Tausende feierten in der Kölnarena noch lange nach dem Schlusspfiff die deutsche Mannschaft, obwohl sie gerade gegen Finnland aus dem Turnier ausgeschieden war. In allen drei Stadien der Eishockey-WM gab es eine Euphorie, wie sie diese Sportart hierzulande noch nie erlebt hat. Leider bekam man außerhalb der Arenen kaum etwas davon mit. Denn im Gegensatz zu früheren Jahren, als sportliche Spektakel dank der Übertragung im Fernsehen die gesamte Nation elektrisierten, war die Öffentlichkeit nun weit- gehend ausgeschlossen: Das Eishockey-Ereignis fand auf Premiere World statt.
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ver.di-Eckpunkte für Tarifverhandlungen mit der ProSiebenSat.1 Media AG

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der DJV haben am 25. April in Unterföhring bei München der ProSiebenSat.1 Media AG gemeinsame Eckpunkte für einen künftigen Konzern-Tarifvertrag vorgelegt.
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„Die Enkel fochten’s besser aus…“

Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe von M - Menschen Machen Medien ist die Tarifauseinandersetzung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk weitgehend gelaufen. Bis auf den SFB und die Deutsche Welle haben alle Sender die umstrittene Verknüpfung von Gehaltstarifrunde und Einschnitten in die Altersversorgung aufgegeben.
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